Wie alles begann

II. Erste Methodisten in Chemnitz

In den Jahren 1875 und 1876 brachte der Bibelbote Carl Heinrich Barthel aus Dresden als Ermahner, der er war die Botschaft des Evangeliums und den dringenden Aufruf zur Bekehrung und den Ruf zu christlichem Wandel nach Chemnitz und Umgegend.
Von Seiten des Staates war der Verkündigungsdienst nur eingeschränkt und keinesfalls während sonntäglicher Gottesdienstzeit möglich So wurden auf Grund des Vereinsgesetzes Missionsvereine gegründet die zuerst in den Orten Weißbach, Dittersdorf , Witzschdorf und Waldkirchen rund um Chemnitz her entstanden

Diese baten die Konferenzen der bischöflichen Methodisten um die Entsendung eines Predigers da die sporadischen Besuche der Prediger E . Schmidt aus Schwarzenberg , Prediger A. Bödeker aus Zwickau und G. Bruns aus Berlin als zu spärlich empfunden wurden

Am 27 Juli 1879 kam so der Prediger Heinrich Burkhardt hierher und nahm seinen Wohnsitz in Chemnitz Dies war mit etlichen Schwierigkeiten verbunden die Chemnitzer Amthauptmannschaft versuchte ihm das Wohnrecht zu verwehren Diese Behinderungen, der Vorwurf Irrlehren zu verbreiten und die allgemeine Vorstellung , die Methodisten seien "die Übelste aller Sekten" wirkten hinderlich bis dann endlich am 2 Oktober 1879 im Gasthof Gambrinus der allererste Chemnitzer Vortrag gehalten wurde zum Thema "Was dünket Euch um Christo ? Wes Sohn ist er"

Ab 1880 gab es Vierteljahreskonferenzen des Chemnitzer Bezirkes. Am 21. Februar 1894 wurde in Chemnitz die Friedenskirche eingeweiht, nachdem sie für 120.000 Reichsmark errichtet worden war. Mittlerweile nur noch für die Stadt zuständig, wirkten die Prediger der Friedenskirche in verschiedenen Stadtteilen, so dass in der Friedenskirche regelmäßig 300 bis 400 Predigthörer anwesend waren.

Im Jahre 1900 hatte die Stadt Chemnitz das höchste Pro Kopf Einkommen Deutschlands. Dies ist zurückzuführen auf die reichlich ortsansässige Industrie, die ihr den Namen "Sächsisches Manchester" einbrachte. Bis zu 800 Fabrikschornsteine in der Stadt brachten aber bei den Chemnitzern den Namen "Rußchemnitz" auf.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts streckte sich die Stadt und umliegende Orte wurden eingemeindet. Im Jahr 1904 kam so Hilbersdorf zu Chemnitz.
Hier an dieser Stelle in Hilbersdorf, wo sich das Reichsbahnausbesserungswerk befand, also viele Bahnbedienstete und auch Industriearbeiter wohnten, hier sollte die Botschaft vom Kreuz weitergesagt werden.

Gemeindepflanzung war damals genau so wie heute und in Zukunft das Prinzip. Förderlich war es da vor allen Dingen, dass die Kirche durch ihr Klasswesen (Kleingruppen) geprägt und organisiert war.