Liebe Freunde des Gemeindebezirks,

neulich waren unsere Enkelmädchen zu Besuch, Zwillinge von 2 ¼ Jahren. Wir haben die beiden genossen, uns erfreut an ihrem offenen Blick, dem Ankuscheln, dem interessierten Bilderbuch-Anschauen, dem Nachsprechen aller Worte. Wie schön, die Welt noch einmal mit den Augen von Kindern wahrzunehmen! Aber eins war schwierig: vor einem dunklen Zimmer machten sie kehrt. „Licht!“ „Licht!“ sagten sie. Es brauchte einen Lichtschalter und den beruhigenden Zuspruch von Oma oder Opa, um dann ins Zimmer zu gehen. Finsternis und Licht – fotografisch kann man schön damit spielen. Auf dem Titelfoto kommt der gelbe Herrnhuter Stern auf dem schwarzen Hintergrund voll zur Geltung.

Im wahren Leben gibt es ein Ringen von Licht und Finsternis und es ist kein Spiel. Wo Geld und Gewalt regieren, geht der Schwache unter. Minderheiten, Flüchtlinge, Andersgläubige, Kinder, Ungeborene und Alte haben auf unsrer Welt oft schlechte Chancen. Die Dunkelheiten dieser Welt machen uns Angst. Wer gibt den Menschen im Schatten ein Hoffnungslicht? Wie froh sind wir, dass wir Botschafter des Lichtes von Bethlehem sein dürfen:

Gott kommt zu uns, er kommt herab von seinem höchsten Thron.

Gott kommt zu uns und wird uns gleich in Jesus seinem Sohn.

Gott kommt zu uns und lässt uns wieder hoffen,

denn sein Herz steht für alle Menschen offen. Gott kommt zu uns.

Johannes Jourdan

Auch wenn die dunkle Seite noch viel Macht hat, oft schnelle Siege feiert und wir selbst auch manche Niederlage quittieren müssen, dürfen wir uns doch auf das Licht ausrichten und die Schatten hinter uns lassen. Jesus ist das Licht, das durch die Jahrhunderte scheint und am Ende triumphieren wird. Zurecht ist sein Geburtstag das größte Fest im Jahr. Darum höre ich den Aufruf des Adventspropheten gern: „Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt“.

Frohe Weihnachten &

ein gesegnetes neues Jahr 2018

Andrea und Albrecht Weißbach